Tomatenernte 2015 Cocktail und Salattomaten in Schüsseln

Gartenrundgang 2015 — Ein Rückblick Teil 1

Die Idee die Planung und Entwicklung des Gemüsegartens zu dokumentieren habe ich erst vor Kurzem mit diesem Blog umgesetzt. Entsprechend wenige Fotos gibt es aus der Gartensaison 2014 und 2015. In der Saison 2014 bestand die Hauptarbeit darin, den bestehenden Rasen mittels Rigolen in Gemüsebeete umzuwandeln (http://gourmetbauer.de/wie-mache-ich-aus-rasen-ein-gemuesebeet/).

Dennoch lohnt auch mit bislang schlechter Dokumentation ein Blick zurück, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was schon getan ist und was noch zu tun sein wird. Ich betreibe mit wenigen Ausnahmen Reihenmischkultur mit Fruchtfolge bei einer Beetbreite von 1,20 m im Gemüsegarten. Entsprechend werde ich ein Schlaglicht auf die einzelnen Beete werfen, sofern ich geeignete Fotos finden konnte. In der Saison 2015 gab es fünf Beete. Diese sind noch anders angeordnet (von West nach Ost statt von Nord nach Süd), als sie es in der Saison 2016 sein werden. Aber dazu später mehr…

Beet 1: Zwiebelgewächse und Möhren

In das Beet wurden im März Karotten in zwei Reihen gesät. Im Frühbeet (ohne Bild) wurden ebenfalls im März verschiedene Zwiebelsorten gesät und später in zwei Reihen (außen) gemischt ins Beet gepflanzt. Die Vorzucht des Porrees erfolgte gleichermaßen, er wurde aber erst später in das Beet gepflanzt, da hier zuvor Kopfsalate (ohne Bild) heranwuchsen.

Reihenmischkultur Zwiebeln, Möhren, Porree und Romanasalat

Reihenmischkultur Zwiebeln, Möhren, Porree (Mitte) und Romanasalat

Der letzte Sommer war relativ trocken und da ich — abgesehen von frischen Saaten / Pflanzungen — versuche nicht zu giessen, sind mir viele Kopfsalate geschossen. Die Zwiebeln haben auch ziemlich unter der Trockenheit gelitten, die Ernte war zwar schmackhaft aber eher gering (kein Bild). Den Möhren hat das wenige Giessen ganz offensichtlich nicht geschadet. Erst letzte Woche (Dezember 2015) habe ich die letzten Möhren geerntet. Eine Einzige hatte Fraßspuren der Larve der Möhrenfliege (Chamaepsila rosae). Alle anderen übers Jahr geernteten Möhren hatten trotz Verzicht auch Pestizide und Gemüseschutznetze keine Fraßspuren. Ganz anders verhielt es sich mit dem Porree. Den habe ich Ende November komplett in die Biotonne überführt. Nicht eine einzige Stange war brauchbar wg. starken Befall mit der Zwiebelfliege (Delia antiqua). In der Saison 2016 wird hier bei den Möhren / den Zwiebelgewächsen ein Gemüseschutznetz für Abhilfe sorgen.

Beet 2: Diverse Salate und Tomaten

In diesem Beet wurde schon Anfang März Schnittsalat gesät und mit einem Vlies abgedeckt. Mitte Mai kamen dann die Mitte April gesäten und im Frühbeet vorgezogenen Tomaten hinzu. Ebenso wurde vorgezogener Kopfsalat gepflanzt.

Reihenmischkultur Schnittsalat, Kopfsalat und Tomaten

Reihenmischkultur (v. l. n. r.): Schnittsalat, Kopfsalat und Tomaten

Der Kopfsalat war mehr geschossen als gewachsen. Vermutlich wegen meines Unwillens täglich zu giessen. Der Schnittsalat hingegen war ein Garant für eine Schüssel frischen Gartensalat täglich. Vielmehr musste ich mehrmals den Salat komplett runterschneiden, damit frische Blätter nachwuchsen, ohne ihn dann verwenden zu können. Die größeren Blätter werden dann doch irgendwann bitter. Aber so lange man die Basis nicht verletzt, wächst er auch mehr als dreimal nach. Den Tomaten gefiehl das warme Wetter außerordentlich gut. Auch mit dem nicht-gießen kamen sie sehr gut klar (siehe Bild).

Cocktailtomatenpflanze mit noch unreifen Früchten

Cocktailtomatenpflanze

Die Braunfäule hat diese Pflanzen (normale Stabtomate der Sorte ‚Harzfeuer‘ und einige Cocktailtomaten) in 2015 jedoch stark gebeutelt, so dass ich den größten Teil der Ernte leider entsorgen musste. Das lag vermutlich daran, dass die Sorten, die ich eingesät hatte nicht sonderlich robust gegen die Braunfäule waren. Ebenso habe ich zu wenig Aufwand betrieben mit dem Entfernen der unteren Blätter, ggf. Unterlegen einer Mulchfolie zum Schutz vor Spritzwasser mit Sporen etc.

Tomatenernte 2015 Cocktail und Salattomaten in Schüsseln

Tomatenernte 2015

Beet 3: Bohnen und Gurken

In diesem Beet hatte ich Anfang Mai eine Reihe grüne und eine Reihe gelbe Buschbohnen vor Ort gesät. In die Mitte kamen vorgezogene Gurken der Sorte ‚Parad‘, die ich zuvor im Frühbeet vorgezogen hatte.

Reihenmischkultur gelbe Buschbohnen, Gurken 'Parad' und grüne Buschbohnen

Reihenmischkultur (v. l. n. r.) gelbe Buschbohnen, Gurken ‚Parad‘ und grüne Buschbohnen

Die Bohnen wuchsen sehr üppig. Nur einzelne Pflanzen hatten mit schwarzen Läusen zu kämpfen, die ich um den Befall einzudämmen kurzerhand komplett rauszog. Wie bei Buschbohnen üblich, fiel die Ernte „auf einen Schlag“ an. Im kommenden Jahr werde ich daher versuchen die Bohnen in Intervallen zu säen, um die Ernte selbst besser nutzen zu können. Die Gurken wuchsen ebenfalls sehr üppig und brachten so viele Früchte, dass wir diese bei weitem nicht essen konnten. Ich habe deshalb auch die Gelegenheit genutzt u. a. hier Saatgut zu gewinnen.

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