Junge Zwiebelpflanzen in Gärtnerhand

Säen und Pflanzen der Zwiebeln

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht eine Zwiebel beim Kochen verwendet wird. Zudem sind sie sehr gut haltbar, sofern sie schön trocken und luftig gelagert werden. Noch bevor die Pflanzen die eigentliche Zwiebel ausbilden, kann man die zu dicht stehenden Pflanzen perfekt als Frühlingszwiebeln frisch in der Küche verarbeiten. Gerade die roten Sorten sind dann optisch sehr ansprechend. Eine perfekte Kultur für den Küchengarten also.

Die Zwiebelfliege — ein unschöner Gast

Naja — wäre da nicht die elende Zwiebelfliege. Letzes Jahr habe ich die komplette Porreeernte, ebenfalls ein Zwiebelgewächs, an dieses Getier „verloren“. Alle Stangen voll mit den Maden und Kokons der Zwiebelfliege, ein Fall für die Biotonne. Die Küchenzwiebeln blieben hingegen auch letztes Jahr von Maden verschont, keine Ahnung warum, Porree und Zwiebeln standen komplett ungeschützt. Eines ist damit im übrigen auch für meinen Standort bewiesen: die Mischkultur mit Möhren ist zwar optisch sehr schön, hilft aber leider gar nicht.

Da ich mich nicht durchringen konnte ein Gemüseschutznetz aufzustellen (ist einfach viel zu hässlich), verzichte ich dieses Jahr auf den Porree und probiere es nur mit der Küchenzwiebel. Sollte sich die Zwiebelfliege in diesem Jahr in Ermangelung des Porrees aber in den Küchenzwiebeln einnisten, überlege ich nächstes Jahr ernsthaft ein Schutznetz aufzustellen.

Vorzucht der Zwiebelpflanzen

Prinzipiell kann man natürlich Zwiebeln auch direkt säen und das je nach Region auch schon ab Ende Februar. Ich bin aber ein großer Freund der Vorzucht, da ich so auf dichtestem und wohl behütetem Raum Pflanzen gewinnen kann, von denen ich dann nur die vitalsten aufs Beet transplantiere. Ende März, ich war spät dran, habe ich zur Vorzucht Saatgut vom Samenarchiv „Bohls“ (siehe hier) ins Frühbeet gesät. Es handelte sich um einen Küchenzwiebelmix, eine bunte Mischung aus roten, gelben und weißen Zwiebeln von plattrund bis walzenförmig. Das ist schön anzusehen und bringt Abwechslung in die Küche. Mitte Mai, waren sie dann fast noch etwas klein zum pflanzen, aber sie mussten einfach aufs Beet, die Jahresuhr tickt (siehe Bild).

Junge Zwiebelpflanzen im Frühbeet

Junge Zwiebelpflanzen im Frühbeet

Pflanzung der Zwiebelpflanzen

Die jungen Planzen habe ich dann ausgegraben, vorsichtig auseinandergezogen und von größeren Erdklumpen befreit (siehe Bild). Dann habe ich Sie für den Transport zum Bett in eine Pflanzschale gelegt.

Junge Zwiebelpflanzen in Gärtnerhand

Junge Zwiebelpflanzen in Gärtnerhand

Das Beet habe ich vorbereitet, indem ich noch einmal mit dem Grubber und anschließend mit der Harke durch die Reihen gegangen bin, die für die Zwiebeln reserviert waren. Die Zwiebeln habe ich neben die Möhren (hier noch mit Radieschen als Markiersaaat) geplanzt (siehe Bild). Dazu habe ich einfach mit dem Finger ein Loch in die Erde gedrückt, je eine Zwiebelpflanze hineingesetzt und angedrückt. Hier muss man aufpassen, dass wirklich nur die Wurzeln in der Erde verbleiben, sonst kann sich keine Knolle ausbilden. Die Pflanzen liegen dann zwar erstmal auf der Seite, weil sie sich noch nicht halten können, nach spätestens zwei Wochen richten sie sich aber von alleine auf. Das Ganze habe ich dann noch angegossen (siehe Bilder).

Zwiebelpflanzen nach der Pflanzung in Mischkultur mit Radieschen und Möhren

Zwiebelpflanzen nach der Pflanzung in Mischkultur mit Radieschen und Möhren

 

Detailansicht Zwiebelpflanzen nach der Pflanzung

Detailansicht Zwiebelpflanzen nach der Pflanzung

Jetzt, Mitte Juni, stehen die Pflanzen aufrecht und haben an Durchmesser dazugewonnen (siehe Bild). Die seit Wochen sehr feuchte Witterung ist allerdings eher nachteilig, wir werden sehen, was das für die Zwiebeln bedeutet.

Zwiebelpflanzen Mitte Juni

Zwiebelpflanzen Mitte Juni

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